Alle Blogposts, Rezepte

Vegane Ramen – So gelingen dir die besten Bowl-Kreationen zu Hause

Vegane Ramen sind längst mehr als nur ein Food-Trend: Sie verbinden wohlig-warme Comfort-Food-Vibes mit einer bunten Schüssel voll Gemüse, Proteinen und kräftiger Brühe – ganz ohne tierische Produkte. In diesem Beitrag erfährst du, wie du zu Hause eine richtig aromatische vegane Ramen-Bowl zubereitest, worauf es bei der Brühe ankommt und welche Toppings deine Schüssel zur echten Genussbombe machen.

Was macht gute vegane Ramen aus?

Klassische Ramen basieren oft auf Fleisch- oder Knochenbrühe. Bei der veganen Version ersetzen wir diese durch eine umami-reiche Gemüsebrühe, die mit Pilzen, Miso, Sojasauce und Sesam so viel Tiefe bekommt, dass du kein Fleisch vermissen wirst.

Drei Dinge sind entscheidend:

  1. Kräftige Brühe – die Seele der Ramen-Bowl
  2. Die richtigen Nudeln – Ramen- oder andere Weizennudeln, auf Wunsch auch glutenfrei
  3. Spannende Toppings – knuspriger Tofu, Gemüse, Kräuter und Crunch

Die Basis: Umami-starke vegane Brühe

Viele erfolgreiche veganen Ramen-Rezepte setzen auf eine Kombination aus:

  • Gemüsebrühe als Basis
  • Getrockneten Shiitake-Pilzen für Tiefe und Erdigkeit
  • Miso-Paste (meist weiße oder gelbe Miso) für Umami und leichte Ferment-Note
  • Sojasauce oder Tamari für Salz und Würze
  • Knoblauch, Ingwer und Zwiebeln als Aromaträger
  • Sesamöl oder Sesampaste (Tahini / Neri Goma) für eine leicht cremige, nussige Note

Diese Zutaten werden in vielen beliebten Rezepten verwendet, zum Beispiel bei BBC Good Food und Minimalist Baker, die beide auf eine Gemüsesuppe mit getrockneten Pilzen, Miso und Sojasauce setzen, um einen tiefen, herzhaften Geschmack zu erreichen.[1][2]

Rezept: Einfache vegane Miso-Ramen (für 2 Portionen)

Zutaten

Für die Brühe

  • 1 l gute Gemüsebrühe (am besten selbstgekocht oder hochwertig gekauft)
  • 15 g getrocknete Shiitake-Pilze
  • 2 Knoblauchzehen, grob zerdrückt
  • 1 etwa fingerdickes Stück Ingwer, in Scheiben geschnitten
  • 1½ EL helle Miso-Paste
  • 1 EL Sesampaste (Tahini oder Neri Goma)
  • 2 EL Sojasauce oder Tamari
  • 1 TL geröstetes Sesamöl (optional, für den letzten Schliff)

Für die Nudeln & Toppings

  • 200 g Ramen- oder andere Weizennudeln (alternativ Reisnudeln für glutenfrei)
  • 200 g fester Tofu, in Würfel geschnitten
  • 1 EL Speisestärke (für den Tofu)
  • 1 EL neutrales Öl (z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
  • 1 kleiner Pak Choi, geviertelt
  • 1 Karotte, in feine Stifte geschnitten
  • 2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten (Weiß und Grün getrennt)
  • 1 Handvoll Sojasprossen

Zum Garnieren (optional, aber sehr empfehlenswert)

  • Ein Spritzer Sesamöl
  • Sriracha oder andere Chilisauce
  • Frischer Koriander
  • Geröstete Sesamsamen oder zerdrückte Erdnüsse
  • Nori-Streifen (geröstete Algenblätter)
  • Chilifäden

Zubereitung – Schritt für Schritt

1. Brühe ansetzen

  1. Knoblauch und Ingwer mit Miso-Paste, Sesampaste, getrockneten Shiitake-Pilzen, Gemüsebrühe und Sojasauce in einen Topf geben.
  2. Alles aufkochen, dann sanft bei kleiner Hitze mindestens 10–15 Minuten köcheln lassen.
    • Je länger du die Brühe köcheln lässt (bis zu 1–2 Stunden), desto intensiver wird der Geschmack – ähnlich wie bei hochwertigen Rezepten, die ihre Brühe über längere Zeit simmern lassen.[2]
  3. Anschließend die Brühe durch ein Sieb in einen zweiten Topf gießen. Feste Bestandteile entfernen (die Shiitake kannst du später klein schneiden und als Topping verwenden, wenn du magst).
  4. Miso-Paste immer erst am Ende untermischen (nicht sprudelnd kochen lassen), damit Aromen und wertvolle Nährstoffe erhalten bleiben.

2. Tofu knusprig braten

  1. Tofuwürfel kurz mit Küchenpapier trockentupfen.
  2. In einer Schüssel mit Speisestärke mischen, bis alle Würfel leicht ummantelt sind.
  3. Öl in einer Pfanne erhitzen und den Tofu von allen Seiten goldbraun und knusprig braten.
    • Diese Methode – Tofu in Stärke wenden und in wenig Öl anbraten – wird in vielen beliebten veganen Ramen-Rezepten eingesetzt, weil sie schnell ist und eine tolle Textur liefert.[1][2]

3. Gemüse und Nudeln garen

  1. Nudeln nach Packungsanweisung kochen, aber 1 Minute kürzer, damit sie bissfest bleiben. Abgießen und beiseitestellen.
  2. Pak Choi und den weißen Teil der Frühlingszwiebeln in die heiße Brühe geben und 1–2 Minuten ziehen lassen, bis das Grün leicht zusammenfällt, aber noch knackig ist.

4. Anrichten

  1. Die Nudeln auf zwei große Schüsseln verteilen.
  2. Heiße Brühe mit dem Gemüse darüber gießen.
  3. Knusprigen Tofu, Karottenstifte, Sojasprossen, den grünen Teil der Frühlingszwiebeln und ggf. die klein geschnittenen Shiitake-Pilze auf den Schüsseln verteilen.
  4. Mit einem Spritzer Sesamöl, etwas Sriracha, Koriander, Nori-Streifen und Sesam/Erdnüssen garnieren.

Fertig – deine vegane Ramen-Bowl ist bereit!

 

Profi-Tipps für noch bessere vegane Ramen

1. Zeit ist Geschmack

Viele der besten Rezepte lassen die Brühe deutlich länger ziehen, teils bis zu 2–3 Stunden.[2] Wenn du die Zeit hast:

  • Brühe auf kleiner Flamme länger simmern lassen
  • Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer vorher anrösten oder anbraten, um Röstaromen zu entwickeln

2. Umami-Booster

  • Getrocknete Pilze (Shiitake, Steinpilze): geben Tiefe und Herzhaftigkeit
  • Miso-Paste: nicht alles auf einmal, sondern nach und nach abschmecken
  • Sojasauce/Tamari: lieber mehrfach in kleinen Mengen ergänzen, um nicht zu übersalzen
  • Ein Schuss geröstetes Sesamöl am Ende, nicht mitkochen

3. Textur & Kontrast

Gute Ramen leben vom Spiel aus weich, bissfest, knusprig:

  • Nudeln: bissfest, nicht verkocht
  • Tofu: außen knusprig, innen saftig
  • Gemüse: nur kurz garen, damit es knackig bleibt
  • Crunch: Nüsse, gerösteter Sesam oder frittierte Zwiebeln obenauf

4. Varianten & Anpassungen

  • Spicy Miso Ramen: Chiliöl, Sriracha oder eine scharfe Misopaste einrühren
  • Cremige Ramen: Etwas ungesüßte Pflanzendrinks (z.B. Soja- oder Cashewdrink) in die Brühe geben, wie in manchen nussbasierten Ramen-Varianten
  • Glutenfrei: Reisnudeln verwenden und auf Tamari statt Sojasauce zurückgreifen
  • Gemüse-Reste-Verwertung: Karotten, Lauch, Sellerie, Brokkoli, Mais – vieles passt in die Ramen-Bowl

Aufbewahrung & Meal Prep

  • Brühe: getrennt von Nudeln und Toppings im Kühlschrank bis zu 5 Tage haltbar, im Gefrierfach bis zu 1 Monat.[2]
  • Nudeln: am besten frisch kochen, da sie in der Brühe schnell weich werden.
  • Toppings: Gemüse kann vorbereitet und kurz vor dem Servieren in der Brühe erwärmt oder separat angebraten werden.

Ideal für Meal Prep: Brühe und Toppings getrennt vorbereiten, Nudeln frisch garen, alles in wenigen Minuten zusammenführen.

Fazit

Vegane Ramen sind erstaunlich einfach selbst zu machen – und stehen klassischen Ramen geschmacklich in nichts nach. Mit einer kräftigen Gemüsebrühe, umami-reichen Zutaten wie Miso, Pilzen und Sojasauce, knusprigem Tofu und frischem Gemüse zauberst du dir eine Bowl, die gleichzeitig Comfort Food und Nährstoffbombe ist.

Wenn du dich an der oben beschriebenen Grundversion orientierst und mit Toppings, Schärfe und Cremigkeit spielst, hast du im Handumdrehen dein ganz persönliches Lieblingsrezept für vegane Ramen.


Quellen

[1] Vegan Ramen Recipe. https://www.bbcgoodfood.com/recipes/vegan-ramen.
[2] Easy Vegan Ramen. https://minimalistbaker.com/easy-vegan-ramen/.

 

Schon unsere Bestseller entdeckt?

Anthrazit
Desert Dust
Natural
+3
Navy Navy
Pink
Schwarz

Tofu Maus Organic Dad Cap

(4)

34,90 

Enthält 19% MwSt.
zzgl. Versand
Desert Dust
Mindful Blue
Mocha
+2
Natural
Schwarz

Räuchertofu Rebellion Oversized Organic Sweatshirt

54,90 

Enthält 19% MwSt.
zzgl. Versand

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert